Raubfischguiding
 
Startseite Startseite
Vorwort Vorwort
Guiding Guiding
Kundenstimmen Kundenstimmen
Fangerfolge Fangerfolge
Impressum Impressum

Online Shop
 
Shop Zum Shop

Aktuelle Berichte
 
Zander Zander & Co
Auswärtsspiel Auswärtsspiel
Angelfreunde Angelfreunde
Interviews Interviews

Tipps und Tricks
 
Spinnfischen im Winter Winter-Spinnfischen
Auf dicke Barsche Auf dicke Barsche
Suchen und Ärgern - Ufertaktik Suchen und Ärgern
Stahlvorfächer selber bauen Stahlvorfächer
Zusatzdrillinge Zusatzdrillinge

Aktuelle Fänge



Vom Suchen und Ärgern beim Spinnfischen vom Ufer.

26.01.2010 - Von Tom Dörner

Taktiken für große, oder unbekannte Gewässer.

Sicherlich haben Sie eine der folgenden Situationen schon einmal erlebt: Sie sind an einem Gewässer, das Sie noch nicht kennen und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen zu fischen? Oder das Gewässer ist so groß und unübersichtlich, dass Sie keine Ahnung haben, wo sich Zander und Co gerade aufhalten? Oder es kommt ganz anders und Sie wissen, dass die Fische da sind, denn sie erhalten nur hin und wieder einen Anstubser, oder Fehlbisse, bekommen die Räuber aber an nicht an den Haken? Dann lesen sie diesen Bericht, vielleicht läuft es mit meinen 3 einfachen Taktiken beim nächsten Mal schon besser!

Klicken für Details Vorweg noch ein Tipp: Am besten sollte man natürlich immer nach markanten Stellen, wie zum Beispiel Buhnen, Steinschüttungen, Hafeneinfahrten, Einläufen und Einmündungen, Löchern, Erhebungen unter Wasser, Einbauten wie Brücken (-Pfeiler), Wehre etc. Ausschau halten. Hat man solch einen Spot erst einmal gefunden, hat man hier meistens die besten Fangchancen und man kann Taktik 1 vernachlässigen und sofort zu Taktik 2 übergehen.
Was aber tun, wenn das Gewässer sehr monoton ist, zum Beispiel am Kanal?

Taktik 1 – Das Suchen
Das Suchen wende ich immer dann an, wenn ich nicht weiß, wo sich die Fische gerade aufhalten. Das Suchen bietet sich zum Beispiel am Kanal, oder an Bächen und Flüssen an, an denen es gilt Strecke zu machen. Beim Suchen werfe ich vom Ufer im 90 Grad Winkel Richtung gegenüberliegendes Ufer. Ab und zu mache ich auch mal einen Wurf parallel zur Spundwand, aber anders, als oft in der Theorie beschrieben, werfe ich nicht fächerförmig!
Klicken für Details Stattdessen mache ich an einem Spot nur 3-5 Würfe und gehe dann lieber 5-10 Meter weiter und mache sofort Strecke. Ich wechsele auch nur sehr selten bis garnicht den Köder. Dazu mache ich mir im Vorfeld Gedanken und beurteile Wassertrübung und Lichteinfall. Oft reichen einige wenige einfache Standardfarben und Muster wie hier auf diesem Foto. Verzichten Sie auf häufige Köderwechsel, denn diese kosten nur Zeit. Machen Sie auch nicht den Fehler, sich durch einen einzigen Fehlbiss, oder Nachläufer zu lange an eine Stelle binden zu lassen. Zwar werfe ich bei einem Fehlbiss die Stelle noch einige Male an, wechsle eventuell einmal den Köder, tut sich dann jedoch nichts, versuche ich es lieber noch einmal auf dem Rückweg. Durch diese Vorgehensweise wird in sehr kurzer Zeit eine große Gewässerfläche nach aggressiven und beißwilligen Raubfischen abgescannt.

Taktik 2 – Warten und Ärgern
Im Prinzip genau das Gegenteil vom Suchen. Diese Taktik kommt immer dann zur Anwendung, wenn ich mir sicher bin, dass Raubfische am Platz sind, oder wenn ich einen Spot gefunden habe, von dem ich vermute, dass sich hier in absehbarer Zeit Fische einstellen werden (siehe auch „Tipp zu markante Stellen“ oben).
Klicken für Details Diese Taktik kommt auch dann zur Anwendung, wenn ich beim Suchen einen Fisch gefangen habe, denn in der Regel kommt ein Räuber nicht alleine und es hat meistens auch Gründe, warum sich ein Raubfisch genau hier aufhält. Das kann zum Beispiel durch ein gutes Nahrungsvorkommen, den Sauerstoffgehalt, oder die Temperatur des Wassers, sowie die Unterwasserlandschaft usw. der Fall sein.
Beim Ärgern kommt dann alles zum Einsatz, was meine Köderbox hergibt, sämtliche Farben und Formen können und dürfen ausprobiert werden und der Sport wird intensiv beharkt, dann gerne auch fächerförmig um die Räuber zum Anbiss zu verführen!

Taktik 3 – Das überschlagende Suchen
Das überschlagende Suchen ist meines Erachtens nach die beste und effektivste Methode, um an großen Gewässern beißfreudige Räuber zu finden, da die Vorteile aus den Taktiken 1 und 2 vereint werden. Der Nachteil ist, dass man hierzu am besten 2-3, oder sogar auch mehr Mitangler benötigt.
Klicken für Details Zu Beginn stellen sich alle Angler im Abstand wie unter Taktik 1 beschrieben nebeneinander auf und fischen ihren Spot ab. Hat der letzte Angler der Reihe seinen Platz befischt, läuft er an seinen Angelkollegen vorbei und stellt sich an das Ende der Schlange und beginnt erneut mit dem Fischen. Ist der nächste Angler fertig tut er das Gleiche und danach geht es immer im Wechsel genau so weiter (siehe Foto).

Auf diese Art und Weise wird noch schneller noch mehr Strecke als bei Taktik 1 gemacht. Ein weiterer Vorteil ist, dass jeder Angler mit einer komplett anderen Köderfarbe bzw. Form (oder in verschiedenen Wassertiefen) wie bei Taktik 2 fischen kann.
Bei dieser Methode entgeht der Gruppe garantiert kein aufmerksamer Räuber!
Hat dann ein Angler einen Biss, bzw. fängt er einen Fisch, können alle Mitstreiter sofort schlagkräftig die gesamte Umgebung abfischen und somit ggf. schnell einen ganzen Trupp ärgern.

Probieren Sie bei Ihrem nächsten Ausflug ans Gewässer diese Taktiken doch einmal aus – ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg, Petri Heil und dicke Fische!