Früh aufstehen und leicht fischen

…dann klappt’s auch mit ’nem Zander!
Von Tom Dörner
24.01.2010 Duisburg - Auch wenn es draußen winterlich kalt ist und sich Regen und Schnee abwechseln, lohnt sich derzeit der Gang ans Wasser. Vor allem der Duisburger Hafen mit seinen Warmwassereinläufen und vielen Mündungen ist derzeit ein Garant für gute Fänge.
Doch allerdings sind die Bedingungen nichts für zarte Gemüter, denn wer jetzt erfolgreich sein möchte, muss früh raus und sich im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen.

Denn auch, wenn man einige Fische zur Abenddämmerung fangen kann, ist die beste Zeit jetzt früh am Morgen. Los geht es bereits bis zu einer Stunde vor der Morgendämmerung und richtig gut beißt es dann ca. 1-2 Stunden nach Sonnenaufgang. An manchen Tagen kann man auch bis mittags fangen, die besten Fangchancen hatten in den letzten Tagen jedoch die Spinnfischer, die schon früher am Morgen aus den Federn gekommen sind.
Zum Ende der letzten Woche war es zunächst Angelfreund Nils, der zwei kleinere Zander verhaften konnte.
An anderer Stelle gab es regelrechte Sternstunden im Hafen, während derer zum Teil kapitale Zander gefangen wurden.
Aus Schutz für die teilweise laichschweren Tiere bat mich der Fänger aber ausdrücklich, die Stelle nicht zu verraten und die Fotos nicht zu veröffentlichen, diesem Wunsch komme ich natürlich gerne nach.
Ich darf aber so viel verraten, dass hier wirklich sehr große und sehr schöne Tiere gefangen wurden.

Und auch am heutigen Sonntag konnte der ein oder andere Stachelritter erbeutet werden.
Dabei war weder die Form bzw. Aktion, noch die Farbe der Gummifische besonders ausschlaggebend. Viel mehr entschied heute das Gewicht des Bleikopfes über Sieg, oder Niederlage bzw. Fisch, oder Fehlbiss. Fische ich in der Regel zwischen 14g und 20g, waren es heute Bleiköpfe zwischen 7g und maximal 14g, die Zander an den Haken brachten.

Die Fische beißen derzeit extrem Spitz und vorsichtig, so dass ein niedriger Widerstand durch ein geringes Ködergewicht das Einsaugen des Gufis vereinfacht, wie hier bei diesem Glasauge links auf dem Bild - gefangen von Alex Stebner, der heute insgesamt gleich vier Stachelritter überlisten konnte.
Alles in Allem ist die Spinnfischerei in diesen Tagen also recht ergiebig, auch wenn man es bei einem Blick aus dem Fenster nicht direkt vermuten mag. Ich bin sehr gespannt, was dieser Winter noch so bringt, vielleicht sieht man sich ja mal am Wasser, vorausgesetzt Sie stehen früh auf!