Endspurt die Zweite
…die Raubfische beißen!
Von Tom Dörner
23.03.2009 Duisburg - Wie in meinem
letzten Bericht aus dem Duisburger Hafen bereits zu lesen war, wurden die Fische in den vergangenen Tagen immer aktiver und die Fangergebnisse immer besser.
Daher hatten sich für das letzte Wochenende noch einmal einige Angelfreunde als Gäste angesagt, mit denen es in ein erlebnisreiches Angelwochenende gehen sollte.

Los ging es also am Freitag, Stefan und ich haben gemeinsam den Auftakt in das Wochenende gemacht und die Fische standen auch gleich am erfolgreichen Angelplatz der letzten Tage. Bereits nach wenigen Würfen inhalierte ein schöner 54er Stachelritter den Kopyto gleich so heftig, dass der komplette Köder komplett im Schlund verschwunden war.
Man konnte richtig spüren, dass die Zander zum Einen derzeit sehr aktiv

umher ziehen und zum Anderen rauben, um sich vor der Laichzeit noch einmal etwas Fleisch auf die Rippen zu fressen. Leider war die Aktivität der Fische an diesem Tag nicht gerade für uns von Vorteil, denn wie wir in den letzten Tagen beobachten konnten, zogen die Fische zur Abenddämmerung recht schnell durch den Hafenkanal in Richtung Mündungsbereich. So standen die Fische nicht lange am Platz, wir beließen es aber für den ersten Tag dabei und folgten den Fischen nicht weiter.

Am Samstag zog es Angelfreund Gordon bereits am früheren Nachmittag ans Wasser. Die Fische waren noch immer sehr aktiv und als Stefan und ich eintrafen, konnte Gordon bereits an der erfolgreichen Stelle vom Vortag die ersten Fischkontakte und Bisse vermelden. Da sich an dieser Stelle im weiteren Verlauf aber nichts mehr tat, entschieden wir uns, zur Abenddämmerung noch einmal ausgiebig die äußeren Hafenbereiche und die Mündungen zu beangeln - diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen.
Nicht nur wegen des tollen Sonnenuntergangs, bereits nach kurzer Zeit erhielt ich einen heftigen Biss, direkt unter der Rutenspitze an der Steinpackung, den ich jedoch durch den ungünstigen Winkel nicht verwandeln konnte.
In der fortgeschrittenen Dämmerung wurden die Fische aber dann doch etwas wagemutiger und nur wenig später konnte Stefan diesen schönen 51er verhaften.

Durch dieses Erfolgserlebnis motiviert, befischten wir noch intensiver die fängige Kehrströmung und im allerletzten Licht des Tages konnte auch Gordon einen 53er Stachelritter auf die Schuppen legen.
Nach einem weiteren abschließenden Fehlbiss an meiner Rute machten wir uns für diesen Abend auf den recht langen Rückweg.
Dabei freute ich mich ganz besonders über die Fänge meiner beiden „Gastangler“ Stefan und Gordon, die für ihre anglerische Ausdauer an diesem Tag nicht nur durch einen milden Frühlingsabend mit tollem Sonnenuntergang belohnt wurden, sondern auch mit schönen Fischen im Gepäck die Heimreise antreten durften.

Am letzten Tag des Wochenendes, dem Sonntag, war ich dann noch einmal alleine im Hafen unterwegs, um die Glasaugen ein wenig zu ärgern. Doch die Wetterlage hatte sich bereits geändert. Ein recht starker Wind zog auf und umso mehr freute ich mich, dass ich nach relativ kurzer Zeit in den inneren Hafenbereichen, nach einer harten Attacke den ersten schönen Zander von 55cm landen konnte, der den Gufi voll genommen hatte.
Mittlerweile versteckte die Sonne sich immer mehr und dementsprechend sanken die Temperaturen. Dennoch entschied ich mich, die erfolgreiche Mündung vom Vortag noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und machte mich auf den Fußweg.

Doch hier ging auf Gummi nichts mehr und ich entschied mich, alternativ die gesamte Köderpalette meiner Box durchzufischen.
Um so mehr freute ich mich darüber, dass auf den Wobbler, den ich parallel zu einer Steinpackung anbot, dann noch ein herrlicher 65er Hecht einstieg, dem ich aber auf Grund der aktuellen Schonzeit den Gang vor die Kamera erspart habe und der schnell wieder schwimmen durfte.
Welch ein Abschluss für dieses Angelwochenende!
Zum Schluss möchte ich noch einmal erwähnen, dass es sich bei den gefangenen Zandern ausschließlich um nicht verfärbte Zandermilchner gehandelt hat, da wir nicht die Laichplätze der Fische aufsuchen und anwerfen. Daher noch einmal meine Bitte: Sollten auch Sie das Glück haben, dass die Schonzeit bei Ihnen so spät beginnt, wie bei uns in NRW, verhalten Sie sich bitte gerade jetzt besonders waidgerecht und achten Sie auf eine Befischung und Entnahme unter hegerisch verantwortungsvollen Aspekten, damit wir uns alle auch in Zukunft noch an einem exzellenten Zanderbestand erfreuen können!