Guiding Aktuell:
…das Saisonfinale läuft
Von Tom Dörner
19.03.2010 Duisburg - Endlich hat sich das Wetter gebessert, die erste große Hochwasserwelle ist vorüber und die Temperaturen steigen. Auch wenn die Natur für diese Jahreszeit durch den langen kalten Winter noch immer einige Wochen hinter der Zeit ist, scheinen sich die Bedingungen noch gerade rechtzeitig zum Saisonfinale auf Stachelritter zu verbessern. Schließlich ist schon in wenigen Tagen Schluss und die Schonzeit beginnt.

Genau diese Gelegenheit wollten auch meine Gäste Oliver und Tobias am heutigen Tage nutzen. Beide hatten noch nie eine Spinnrute in der Hand und daher ging es erst einmal mit einem Crashkurs in Gerätekunde, Tackle und Köderführung im Duisburger Hafen los.

Schnell bekamen beide ein sehr gutes Gefühl für die richtige Technik, also ging es zügig weiter, zu den fängigen Hotspots. Es stellte sich jedoch heraus, dass es heute nicht ganz einfach sein würde und so wechselten wir die Region, um es direkt an den fängigen Stellen der letzten Tage am Rhein zu probieren und diese Entscheidung stellte sich, trotz steigender Pegelstände als goldrichtig heraus.

Zwar sind die Steinpackungen im Großraum Wesel nach einer regelrechten Materialschlacht nun um einige Gummifischer reicher, dennoch gelang es Oliver, seinen ersten Raubfisch überhaupt zu überlisten. Endlich mal einen Zander aus der Nähe zu sehen, dass war sein Wunsch und genau das gelang auch!
Wenig später durfte ich dann an einer anderen Stelle noch einen strammen Barsch vor die Linse meiner Kamera halten und konnte so schon die zweite Raubfischart dieses Tages präsentieren.

Fisch brachten diese Jokerstellen bereits auch schon am Wochenende zuvor, als ich mit Christian und Daniel ebenfalls zwei Neulinge an der Spinnrute in meinen Revieren begrüßen durfte. Beide erhielten zunächst ebenfalls eine gründliche Einweisung in die wichtigsten Techniken, die beide gleich voller Tatendrang am Leihgerät umsetzen wollten. Schließlich sollte auch hier jeweils der erste Zander an der Spinnrute her.

Und das gelang auch tatsächlich beiden! Nach intensivem Fischen an verschiedenen Stellen verfeinerten beide ihre Technik immer mehr und zunächst war es dann Daniel, der einen strammen und wohlgenährten Zander vorlegte, was Christian nicht lange auf sich sitzen lassen wollte.

Intensiv wurde der Spot nach weiteren Zandern abgesucht, doch erst einmal ging nichts mehr. Wir wollten eigentlich schon die Stelle wechseln, als Christian seinen letzten Wurf ankündigte. Was glauben Sie, ist jetzt wohl passiert?
Richtig, genau bei diesem letzten Wurf rappelte es erneut und auch Christian konnte nun einen schönen Stachelritter drillen und beide Gäste beendeten das Guiding mit strahlenden Gesichtern.

Nur einen Tag später war Angelfreund Heinrich bei mir zu Gast und auch hier sollten Glasaugen erbeutet werden. Da Heinrich bereits ein versierter Spinnfischer ist, wurde nur kurz das Tackle gecheckt und dann wurde gleich angegriffen. Aber auch an diesem Tag sollten die Zander nicht „von alleine in den Kescher springen“.
Und so fischten wir beide hoch konzentriert Spot für Spot ab, doch zunächst tat sich nichts.
Auch an der „Jokerstelle“ tat sich vorerst nichts, auch andere Angler, die diesen Bereich intensiv abfischten, blieben ohne Erfolg.

Also kündigten wir den Wechsel zur letzten Stelle an.
Ein wenig erinnerte ich mich an die Ankündigung des letzten Wurfs vom Vortag und ich hoffte auf ein „Deja Vu“. Und wie so oft beim Zanderfischen wurde unsere Ausdauer ganz zuletzt belohnt. Gleich bei einem der ersten Würfe an dieser letzten Stelle ließ der Erfolg nicht länger auf sich warten und Heinrich präsentierte stolz seinen Zander, den ich sicher mit der Hand landen konnte.

Bereits wenige Würfe später rief er dann zum zweiten Mal „Fisch“! Doch nun war es kein Zander, sondern ein gieriger Barsch, der den eigentlich zu großen Gummifisch voll inhaliert hatte.
Somit erhielt auch diese Tour ein wirkliches Happy End und mit diesem schönen Räuberduo dürfte das ein oder andere leckere Abendessen gesichert worden sein.
Insgesamt merkt man deutlich, dass die Natur noch nicht so weit ist, wie sie es eigentlich für diese Jahreszeit sein sollte. Doch auch, wenn die Wassertemperaturen noch zu kalt sind, fangen wir kontinuierlich unsere Fische. Das ist zwar nicht immer einfach, aber dafür hat es umso mehr Spaß gemacht, dass wir alle Touren mit Fangerfolgen beenden konnten.

Die Zander sind derzeit übrigens noch nicht im Geringsten Laichreif, so dass der ein oder andere Fisch noch ohne Bedenken für die Küche entnommen werden kann.
Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei den Gästen der letzten Tage bedanken und freue mich bereits auf die nächsten Guidings, die noch vor Beginn der Schonzeit stattfinden.