Raubfischguiding
 
Startseite Startseite
Vorwort Vorwort
Guiding Guiding
Kundenstimmen Kundenstimmen
Fangerfolge Fangerfolge
Impressum Impressum

Online Shop
 
Shop Zum Shop

Aktuelle Berichte
 
Zander Zander & Co
Auswärtsspiel Auswärtsspiel
Angelfreunde Angelfreunde
Interviews Interviews

Tipps und Tricks
 
Spinnfischen im Winter Winter-Spinnfischen
Auf dicke Barsche Auf dicke Barsche
Suchen und Ärgern - Ufertaktik Suchen und Ärgern
Stahlvorfächer selber bauen Stahlvorfächer
Zusatzdrillinge Zusatzdrillinge

Aktuelle Fänge



Keine Angst vor dem Drilling

12.03.2009 - Von Tom Dörner

Tipps und Tricks für die richtige Verwendung und den Eigenbau von Zusatzdrillingen

Unter den Raubfischanglern gehen die Meinungen in Bezug auf den zusätzlich zum Jighaken angebrachten Drilling, auch Stinger, oder Angstdrilling genannt, teilweise sehr weit auseinander. Manche Kollegen fischen an ihren Gummiködern grundsätzlich keinen zusätzlichen Drilling, manche befestigen gar zwei Exemplare und über die Position, an der der Drilling befestigt wird, scheiden sich ebenfalls die Geister.

Da mein bevorzugter Raubfisch der Zander ist, habe ich meine Taktik in Bezug auf die Angstdrillinge auf das Beißverhalten der Stachelritter abgestimmt. Zander stoßen nicht wie Hechte pfeilschnell auf ihre Beute zu, sondern erzeugen durch das Aufreißen ihres Mauls einen Unterdruck, mit dem der Köder in den Schlund gesaugt wird.
Doch dieses Jagdverhalten äußert sich keinesfalls immer in der gleichen Art Biss. Klicken für Großansicht Wer das Beissverhalten der Glasaugen und die Position des Köders nach dem Biss aufmerksam beobachtet, erkennt schnell, dass die Zander hauptsächlich auf zweierlei Arten den Köder nehmen. Sind die Zander sehr aktiv auf Beutezug, attackieren sie ihre Fische sehr gerne direkt am Kopf. Häufig haben die Fische dann unseren Köder auch quer im Maul. Sind die Zander aber nicht ganz so aktiv, oder verfolgen sie den Köder erst misstrauisch, bevor sie doch noch zupacken, oder stupsen sie den Köder sogar nur an, erwischen die Fische häufig ihre Beute nur zaghaft von hinten an der Schwanzwurzel. Daher hat sich für mich, selbst bei größeren Ködern, eine Kombination aus relativ kurzem 3/0 Jighaken und einem 6er Angstdrilling bewehrt. Mit dieser Kombination decke ich sowohl die Attacken auf den Kopf, als auch die Bisse von hinten ab und konnte meine Fehlbissquote dank dieser Taktik fast gegen Null reduzieren.

Seit einigen Jahren baue ich mir nun auch meine Angstdrillinge selber. Zum Einen spart dieses massiv Kosten, zum Anderen verfüge ich so immer über eine hohe Anzahl von Stingern und vor allem habe ich diese genau in der richtigen Länge parat.
Die Herstellung dieser effektiven Helfer ist dabei kinderleicht. Ich benötige dazu lediglich eine 5-Punkt-Quetschhülsenzange, eine scharfe Schere, einen kleinen Pappstreifen, auf den ich die fertigen Stinger aufpiekse, Vorfachmaterial (ich verwende ein Sevenstrand-Stahlvorfach), Quetschhülsen und Qualitativ sehr hochwertige 6er Drillinge. Sehr empfehlenswert ist das Zubehör von VMC.

Die eigentliche Herstellung erfolgt in zwei Schritten. Zunächst schiebe ich eine Quetschhülse auf das Ende des Stahlvorfachs und fädele das Ende ein zweites Mal entgegengesetzt durch die Quetschhülse, so dass eine kleine Schlaufe entsteht. Im Anschluss daran fädele ich das Ende des Vorfachs noch ein drittes Mal, wieder entgegengesetzt durch die Hülse, so dass das Vorfach insgesamt 3x durchgezogen wurde. Die Größe der Schlaufe bestimme ich gerade so groß, dass sie soeben über das Öhr des Jighakens passt. Die Schlaufe sollte nicht größer sein, denn sonst rutscht sie beim Angeln aus der gewünschten Position und kann den Lauf des Köders eventuell negativ beeinflussen. Nun quetsche ich die Hülse fest und schneide das Vorfach auf die Länge ab, die ich in etwa für die gesamte Montage benötige. Der spätere Köder dient mir dabei als Maßstab für die Länge. Diesen Arbeitsschritt wiederhole ich so oft, bis ich in der Anzahl „Halbmontagen“ fertig gestellt habe, wie ich Angstdrillinge bauen möchte.

Klicken für Großansicht Nun beginne ich mit dem zweiten Teil der Arbeit und bilde genau so, wie im vorherigen Arbeitsschritt beschrieben auch auf der anderen Seite eine Schleife. Der einzige Unterschied ist lediglich, dass ich auf der anderen Seite nach der Quetschhülse auch noch den Drilling mit auf das Vorfach ziehe. Zum Schluss passe ich die ganze Montage noch von der Länge am späteren Köder so ab, dass ich den Drilling so weit wie möglich am hinteren Ende des Gummifischs platzieren kann, allerdings darf der Angstdrilling den Lauf des Köders und das Spiel des Schwanzes nicht beeinflussen. Nun noch einmal die Hülse zusammenquetschen und abschließend eine kurze Zugprobe vornehmen und fertig ist der Zusatzdrilling.

Tipp: Ist Ihnen die eigene Herstellung von Angstdrillingen zu zeitaufwändig, finden Sie meine handgebauten Stinger auch in meinem Onlineshop.