Bericht vom 2. Nikolaus-Gemeinschaftsfischen der Angelfreunde
Unterwegs mit Nikolausmütze und (Spinn-) Rute.
Von Tom Dörner

07.12.2009 Duisburg - Im
letzten Jahr trafen wir uns zum ersten Mal, als Angelforum frisch gegründet, recht spontan im Duisburger Hafen, um den Stachelrittern mit der Spinnrute zu Leibe zu rücken.
Heute, ein Jahr später und um viele Mitglieder reicher, sind wir nicht nur die größte Gruppe auf Xing, wenn es um das Angeln geht, sondern wir wollten auch genau so viel Spaß haben wie im letzten Jahr und weitere Angelfreunde bei einem Gemeinschaftsfischen persönlich kennenlernen.
Daher hat sich die Frage auch gar nicht erst gestellt, ob wir in diesem Jahr wieder eine solche Veranstaltung durchführen, oder nicht. Die Frage war vielmehr „Wann ist es endlich so weit?“.

Voller Vorfreude auf dieses Event ging für einige Petrijünger das lange Angelwochenende dann bereits am Donnerstag los, schließlich musste ja bereits im Vorfeld ausgekundschaftet werden, an welchen Stellen die Räuber derzeit am Besten beißen.
Und so wurden dann auch die ersten Stachelritter bereits drei Tage vor dem eigentlichen Event gelandet.

Davon angespornt machte sich auch am Samstag eine Gruppe Angelfreunde auf in den Hafen, um eine Generalprobe an Spundwand, Steinpackung und Co zu bestreiten.
Auch hier gab es einige gute Stachelritter, vom schönen Flussbarsch bis hin zum prallen Zander waren einige gute Exemplare dabei.

Normalerweise sagt man ja, dass die Generalprobe ordentlich daneben gehen muss, damit die Premiere gut wird, doch in diesem Fall machten wir uns keine Sorgen für den eigentlichen Veranstaltungstag, denn das Wetter und der Wasserstand waren seit einigen Tagen konstant und daran sollte sich auch am Sonntag nichts ändern.

Ganz im Gegenteil, es war bestes Raubfischwetter (grau und regnerisch) angesagt und die Vorfreude stieg immer mehr.
So kam es dann auch, dass ein guter Teil der diesjährigen Truppe bereits ab 7 Uhr morgens am Wasser stand, um die Gummifische gegen den Horizont zu feuern.
Und die ersten Fischkontakte sollten diesem frühen Treiben Recht geben. Bereits vor Sonnenaufgang erhielt Angelfreund Tim einen guten Biss, doch ging der knapp gehakte gute Zander leider im Drill verloren.

Doch nur kurze Zeit später kam der erste Fisch der "Hauptveranstaltung" an Land, wie auch im letzten Jahr ein Barsch, allerdings ein besserer.
Und das ist wie wir wissen im Duisburger Hafen immer ein gutes Zeichen, denn anders als landläufig behauptet, gilt bei uns im Hafen: „Ist der erste Fisch ein Barsch, ist der Angeltag“…super!

Nach diesem ersten Erfolg war mit dem Sonnenaufgang erstmal ein großes Hallo angesagt. Mittlerweile waren fast alle Teilnehmer eingetroffen, die Nikolaus-Mützen saßen dank Bernd perfekt und die obligatorischen Nikolaus-Feiglinge, die Bernd auch in diesem Jahr wieder mit dabei hatte, wurden verteilt.

Ganz viele Grüße gehen übrigens an dieser Stelle an unseren Angelfreund Nils, dem baldige Vaterfreuden bevorstehen und der aus diesem Grund kurzfristig absagen musste.
Mittlerweile waren 12 Teilnehmer vor Ort und das Hafenbecken sah ein wenig so aus, als hätten sich Stippangler zu einem Wettbewerb verabredet, jeder hatte sich „seinen Sektor“ in ordentlichem Abstand zu seinem Nebenangler gesichert und es wurde konzentriert gefischt.

Und endlich gingen auch Zander ans Band. Sportsfreund Henning schlug gleich zweimal hintereinander zu und konnte zwei kleine Stachelritter überlisten. Er stand nicht nur strategisch geschickt in der Nähe der Strömungskante, sondern hatte ans andere Ende der Schnur auch unsere neue „Geheimwaffe“, einen
Killer Shad in Gold-Glitter geknüpft.

Auch andere Angler am gegenüberliegenden Ufer konnten jetzt ein Glasauge aus diesem Schwarm mit Köfi verhaften und so blieb für die Spinnfischer, die weiter hinten im Hafenbecken standen, nur das Zuschauen bzw. Kescher- und Fotokamera schwingen übrig.

Nur wenig später ging dann aber doch auch bei Lokalmatador Klaus ein kleiner Barsch ans Band, der sich gierig auf seinen Kopyto Original in perlfarben stürzte. Dieser Fisch war zwar nicht der Größte des Tages, bescherte seinem Fänger und uns allen jedoch sichtbare Freude.
Nun setzte eine kleine Beißflaute ein und auch das intensive Abgrasen des anderen Ufers und der weiter innen liegenden Hafenbereiche brachten keine Bisse mehr.
Dies Namen wir zum Anlass, eine ausgiebige Pause bei Kaffee, Truckerbaguette und heißen Würstchen zu machen und das Kennenlernen zu vertiefen, bzw. die ersten Erlebnisse des Tages, sowie Tipps und Tricks auszutauschen.
Frisch gestärkt und aufgewärmt ging es dann weiter in die inneren Hafenbereiche. Auch hier scannten wir einen großen Teil der Wasserfläche und Killer Shad, Kopyto und Co sollten weitere Räuber verführen. Doch nun galt es erst einmal gegen Wind und Regen anzuangeln, denn das Wetter hatte gewechselt und wurde mittlerweile so richtig ungemütlich.

Dementsprechend blieben nun leider erstmal die Bisse und damit die Fische aus. Selbst das Angeln direkt am Warmwassereinlauf brachte keine weiteren Glasaugen.
Daher wechselten wir noch einmal die Stelle und verabschiedeten einige Angelfreunde, denen die Dusche doch etwas zu kräftig wurde, bzw. die an diesem Tag noch andere (Nikolaus)-Verpflichtungen hatten. Dafür besuchte uns dieser kleine Fischfreund hier.
Wo die kleinen Fische sind, sollten auch die Großen sein, doch der Wetterwechsel machte uns zunächst einmal einen Strich durch die Rechnung, also entschieden wir uns, an unsere Joker-Stelle zu fahren, die in den letzten Wochen immer wieder für den ein oder anderen guten Fisch in der Abenddämmerung gut war.
Um ganz sicher zu gehen, teilten wir uns auf und befischten noch einmal sehr konzentriert jeweils eine Seite einer Landspitze mit jeweils interessanten und strukturreichen Mündungen - und unser Gespür sollte sich als richtig erweisen.

Nach einigem Probieren mit verschiedenen Köderfarben konnte Gordon einen schönen prallrund gefressenen Zander verhaften. Erfolgreicher Köder war ein
Kopyto River in Gold Glitter.

So langsam aber sicher war uns klar, dass an diesem Tag trotz des sehr trüben Himmels und des angetrübten Wassers auf Floufarben nichts gehen sollte und deshalb setzten wir gezielt auf die natürlichen Dekors.
Obwohl der Himmel nun so richtig weinte, konnten jetzt weitere Fische verhaftet werden und der nächste Zander fiel auf meinen
Killer Shad hinein.

Nun erreichten uns auch Fangmeldungen von der anderen Seite der Spitze. Hier war es erneut Angelfreund Henning, der auf einen
Kopyto River in Motoroil Glitter diesen Zander hier rechts auf dem Bild verhaften konnte.

Doch dabei sollte es nicht bleiben, denn wieder war es Gordon, der erneut zuschlug und der das Glück hatte, dass ein Schwarm kleiner Zander direkt vor seiner Rutenspitze seine Runden drehte. Zwei weitere gestreifte Freunde konnten dem
Killer Shad nicht widerstehen und setzen, mittlerweile in der fortgeschrittenen Abenddämmerung, den Schlusspunkt eines feuchten, aber vor allem tollen und erlebnisreichen Angeltags.

Liebe Angelfreunde, Bernd, Markus, Tim, Klaus, Norbert, Wolfgang, Henning, Dörg, Gordon, Peter und Benjamin - Es hat wie immer sehr viel Spaß mit euch gemacht und ich bedanke mich bei euch für diese tolle Veranstaltung.
Ich bin stolz, dass ich das Nikolaus-Zandern nun bereits zum zweiten Mal zusammen mit meinem unermüdlichen Moderatorenkollegen Bernd veranstalten durfte, dem ich an dieser Stelle noch einmal ganz besonders für die Unterstützung bei der Organisation danken möchte.
Ich freue mich schon auf das nächste Nikolaus-Zandern im Jahr 2010, wobei ich mir sehr sicher bin, dass wir uns bei der ein oder anderen gemeinschaftlichen Stachelritter-Jagd im kleineren Kreis schon bald wiedersehen werden.