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Drei auf einen Streich
Räubertrio aus dem Duisburger Hafen

Von Tom Dörner Klicken für Großansicht

06.09.2009 Duisburg - Der Sommer liegt in den letzten Zügen und es wird mehr und mehr Herbst. Der Pegelstand ist immer noch sehr niedrig und die Zander beißen fast ausschließlich am späten Abend bei fast vollkommener Dunkelheit draußen am Niederrhein.
So, oder so ähnlich war die Situation in den letzten Wochen und daher kam es, dass wir auf unseren Touren so gut wie immer erst spät am Nachmittag loszogen und in der Dämmerung erfolgreich waren, wie Angelfreund Peter hier mit diesem schönen 56er Zander am letzten Donnerstag.

Doch heute wollte ich seit langer Zeit mal wieder die Lage im Hafen checken und sehen, ob die leichte Erhöhung des Wasserstands von 20cm ausreichend ist, damit sich die Räuber in die geschützten Bereiche des Hafens einstellen. So ging es bereits am Nachmittag los und ich wollte zunächst ein Becken ansteuern, in dem ich schon des Öfteren schöne Barsche verhaften konnte. Und gleich nach wenigen Würfen, erhielt ich die ersten Zupfer, die auf die Anwesenheit von gestreiften Stachelrittern schließen ließen.

Klicken für Großansicht Also montierte ich schnell einen etwas kleineren Köder, einen Kopyto in 3 Zoll in der Farbe Chartreuse Schwarz, in der Regel ein Garant für sichere Barschfänge und nach nur zwei weiteren Würfen war die Rute krumm.
Zunächst war ich mir sicher, dass ich tatsächlich einen Barsch am anderen Ende der Leine hatte, doch plötzlich spürte ich einen recht großen Widerstand – zu stark für einen Barsch. Da aber auch die typischen Kopfstöße fehlten, konnte es nur eine Erklärung geben: Hecht!
Nach einem spannenden Drill konnte ich einen der seltenen Hafenhechte landen und zu einem kurzen Fototermin vor die Linse meiner Kamera bitten.

Klicken für Großansicht Da der kleine Gummifisch doch arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, wechselte ich auf einen etwas größeren Köder, einen Kopyto River in 4 Zoll in der Farbe klar Glitter, das ideale Imitat einer Laube. Zunächst tat sich nichts, doch dann bekam ich wieder zum Teil recht ruppige Anfasser, was erneut auf Barsche schließen ließ. Nach einigen Fehlbissen, blieben dann aber einige schöne Exemplare hängen, die ich ebenfalls zu einem kurzen Landgang überreden konnte.

Nun tat sich nichts mehr und ich wechselte das Hafenbecken. An einer guten Stelle angekommen versuchte ich es erneut zunächst mit meinem „Barschköder“. Und tatsächlich nach nur wenigen Würfen spürte ich erneut ein „Tock“ in meiner Rute und nach einem kurzen Drill hielt ich bereits die dritte Raubfischart für diesen Nachmittag, einen kleinen Zander in meiner Hand. Motiviert durch dieses Räubertrio wechselte ich nun erneut an ein anderes Hafenbecken und setzte alles auf eine Karte…nun sollte es auch noch ein Rapfen sein?

Klicken für Großansicht Ja genau! Schnell einen kleinen Oberflächenköder montiert und die Strömungskante immer wieder angeworfen und rums, tatsächlich erhielt ich auf Sicht einen hammerharten Biss eines guten Rapfens, der es aber nach kurzem Drill schaffte, meinen Köder wieder abzuschütteln.
Wahrscheinlich wäre das für einen einzigen Nachmittag auch zu viel des Guten gewesen und ich beließ es dabei. Wieder einmal mehr hat der Duisburger Hafen unter Beweis gestellt, um welch ein tolles und abwechslungsreiches Top-Gewässer es sich handelt. Jetzt kann der Herbst kommen!