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Angriff auf Marlin
Big Game auf Fuerteventura

Klicken für GroßansichtVon Tom Dörner

01.10.2009 Costa Calma, Fuerteventura - Nachdem ich bereits im Mai diesen Jahres den Räubern vom Ufer aus nachgestellt hatte (ich berichtete hier darüber), sollte es dieses Mal wieder auf die Großen vom Boot aus gehen.
Und da der September grundsätzlich ein guter Monat für den Blue Marlin ist, wollte ich nicht einfach nur Köder schleppen, sondern es sollte ganz gezielt auf den König der Fische beim Big Game gehen.

Klicken für Großansicht Also wählte ich als Boot die die Blue Nose, die sich vor allem auf die Speerträger spezialisiert hat. Die großen Köder lagen gut sortiert bereit und warteten nur darauf, kurz nach der Ausfahrt aus dem Hafen von Morro Jable ins Wasser gelassen zu werden.
All zu lange mussten wir auch nicht warten, denn da das Ufer sofort sehr steil abfällt, erreicht man bereits kurz nach der Ausfahrt aus dem Hafen in Richtung Süden der Insel ca. 1000 Meter tiefes Wasser, in dem man die besten Chancen hat, einen Marlin zum Anbiss zu verleiten, vorausgesetzt die Köder laufen dicht unter der Wasseroberfläche und schnell genug.

Klicken für Großansicht Die Ruten mit den 50-80 lbs Montagen waren also bereit und wir schleppten kontinuierlich den Bereich bis zur Südspitze der Insel ab. Leider hatten wir für Fuerteventura ungewöhnlich wenig Wind und eine fast platte See. Vermutlich wollte sich deshalb keiner der starken Kämpfer unsere Köder aus der Nähe ansehen. Auch konnten wir nirgendwo raubende Fische, oder Köderfischschwärme an der Oberfläche ausmachen.
Dafür begleiteten uns aber zeitweise einige Delfine und sogar ein Wal, was immer ein ganz besonderes Naturschauspiel darstellt.
Auf Grund des geringen Windes und damit verbunden der geringen Strömung, die sogar fast zu gering für den Driftsack war, entschieden wir uns aus der Not eine Tugend zu machen und versuchten es noch einmal in flacherem Wasser über einigen Plateaus und Kanten auf kleinere Artgenossen.

Klicken für Großansicht Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erweisen sollte!
Schnell füllte sich unsere Fischkiste mit schmackhaften Ziegenfischen, hier konnte ich ein gutes Exemplar auf Grund überlisten. Diese Fische werden zwar nicht sonderlich groß, schmecken aber umso besser. Nun gesellten sich auch einige Meerbrassen und Doraden hinzu und das Abendessen für alle an Board war schnell gesichert.

Klicken für Großansicht Daher versuchten wir, wieder ein paar größere Fische zu fangen und nur kurze Zeit später konnte unser Skipper Fernando den ersten vernünftigen Zahnbrassen abhaken.
Ursprünglich wollten wir ja Marlin fangen, aber da die Schleppfischerei heute nicht klappte, sollte es wenigstens ein richtig guter Zahnbrassen werden, denn diese Fische können bis zu einem Meter groß werden.
Und die Taktikumstellung wurde schlussendlich belohnt. Nur einige wenige Driften später stieg in ca. 30 Meter Wassertiefe ein guter Fisch ein, der ordentlich Druck machte und immer wieder mit kräftigen Fluchten die Rute zum Halbkreis bog.

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Einige Minuten später durfte ich dann aber einen Zahnbrassen von über 5 Kilo in die Linse halten.
Der Tag war gerettet und wir traten die Rückfahrt Richtung Hafen an.
Vielleicht wird es ja dann nächstes Jahr ein Marlin – ich werde es ganz bestimmt wieder versuchen!