Startschuss am Bodden
Die Angelfreunde auf der Jagd nach Meister Esox
Von Stephan Mohr
01.05.2009 Rügen - In Mecklenburg Vorpommern beginnt am 01.Mai die Raubfischsaison und die Schonzeit für Hecht, Zander und Co hat ein Ende.
Dies hat Marco Henrich veranlasst ein paar Angelfreunde zusammen zu trommeln, um gemeinsam auf Rügen den Hechten nachzustellen.

Mit von der Partie waren Holger Kumbier, Jan Barthodzie, Marco Henrich und ich.
Pünktlich um 5:00 Uhr morgens trafen wir uns hoch motiviert bei Marco, beluden die Autos und schon kurze Zeit später ging es dann mit Vollgas (im wahrsten Sinne des Wortes) von Hamburg aus Richtung Rügen.
Holger brauchte noch eine Erlaubniskarte, die bekommt man kurz vor Rügen praktischerweise an der Tankstelle, wo schon etliche Raubfischjäger den Verkaufsraum belagert hatten und Ihren Kaffee schlürften.
Jetzt konnte es losgehen und 15 km weiter stapften wir mit Wathose in den von Marco ausgesuchten Hotspot. Ich war ziemlich überrascht, wie weit man in den Boddengewässern rauswaten kann. Teils kann man die Gewässer wohl komplett durchwaten.
Durch den auflandigen Wind war dieser Gewässerabschnitt aber sehr stark angetrübt und das Werfen war auch kein Vergnügen, so konnten wir nur einen ziemlich fetten Hornhecht an dieser Stelle aus dem Wasser befördern….und weil wir so freundliche Mitmenschen sind, hatten ein paar Kitesurfer etwas zum Mittagessen auf Ihrem Grill.

Nach kurzer Beratschlagung ging es an einen neuen Abschnitt, der sich dann als wahre Goldgrube herausstellte.
Auch hier war es ziemlich flach und dazu sehr krautig aber dies war natürlich ideal für unseren Freund Esox.
Schon beim Rauswaten hatte Holger seinen ersten Hecht am 5er Mepps und die Motivation stieg stetig mit jedem Kontakt und Nachläufer.
Teilweise sind die Hechte unseren Ködern bis vor unsere Füße gefolgt, um sich dann mit einem gewaltigen Schwall zu verabschieden.

Gegen Mittag sind wir zum Stärken in den nächst (besten?) Imbiss gefahren und haben uns mit Erbsensuppe, Soljanka und Pommes gestärkt….was anders gab die Speisekarte leider nicht her. Frei nach dem Motto: wer nichts wird, wird Wirt….aber dies ist ein anderes Thema.

An der nächsten Stelle am Kübitzer Bodden waren uns zu viele Surfer, so dass wir wieder zurück an unseren Krautabschnitt gefahren sind. Dass dies die richtige Entscheidung war, konnte man gleich beim ersten Wurf an Jans krummer Rute sehen.
Als Erfolgsköder haben sich Flachläufer in Schockfarbe gelb herausgestellt.

Am Ende des Tages konnten wir stolze 14 Hechte und 4 Hornhechte vorweisen, wobei unser Guide Marco mit 8 Entenschnäbeln klar die Nase vorn hatte.
Leider ist uns keine echte Boddenoma an den Haken gegangen aber die Größen waren mit bis zu 75cm ja nicht schlecht.
Nach kurzer Filetierrunde auf der Motorhabe von Holgers Audi (flexibel muss man sein) ging es dann gegen 20:00 Uhr wieder zurück Richtung Hamburg… wo die Raubfischsaison glücklicherweise auch bald startet!